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PRESSEMITTEILUNGEN

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23.02.2017
IW-Präsident: Die EU fußt auf der Antike und dem Christentum

Die Risiken für Europa sind gewachsen. Das langsame und zwischen den Mitgliedsstaaten unterschiedliche Wirtschaftswachstum gefährdet die europäische Einheit. Diese Einschätzung gab der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Professor Michael Hüther (Köln), zum Auftakt des Kongresses christlicher Führungskräfte am 23. Februar in Nürnberg. Dazu werden noch bis zum 25. Februar bis zu 3.000 Teilnehmer erwartet. Die Referentenskala umfasst etwa 100 Redner. Morgen (24. Februar) werden unter anderem der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und jetzige Geschäftsführende Vorstand des Weltwirtschaftsforums in Davos, Dr. Philipp Rösler, sowie der bayerische Finanzminister Markus Söder erwartet.

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Nürnberg, 23. Februar – Die Risiken für Europa sind gewachsen. Das langsame und zwischen den Mitgliedsstaaten unterschiedliche Wirtschaftswachstum gefährdet die europäische Einheit. Diese Einschätzung gab der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Professor Michael Hüther (Köln), zum Auftakt des Kongresses christlicher Führungskräfte am 23. Februar in Nürnberg. Dazu werden noch bis zum 25. Februar bis zu 3.000 Teilnehmer erwartet. Die Referentenskala umfasst etwa 100 Redner. Morgen (24. Februar) werden unter anderem der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und jetzige Geschäftsführende Vorstand des Weltwirtschaftsforums in Davos, Dr. Philipp Rösler, sowie der bayerische Finanzminister Markus Söder erwartet. Nach Hüthers Worten würde es den Menschen ohne Europäische Union aber schlechter gehen. So werde der Brexit auf lange Sicht einen Verlust des Pro-Kopf-Einkommens in Großbritannien um zehn Prozent bedeuten. Die EU sei ein gut begründeter Verbund, der auf gemeinsamen Werten beruhe. Dazu zählten die griechisch-römischen Werte der Antike sowie das Christentum. 

Kommunikationsexperte: Die Kirche erreicht die Chefetagen der Wirtschaft nicht 
Der Vorsitzende der Internationalen Martin Luther Stiftung und Vorstandsvorsitzende der Unternehmens- und Kommunikationsberatung WMP-EuroCom AG, Michael Inacker (Kleinmachnow bei Potsdam), kritisierte den Umgang der evangelischen Kirche mit Unternehmern. „Die Kirche liefert Christen in der Wirtschaft keine Orientierung, weil sie eine Schwarz-Weiß-Ethik betreibt“, sagte er bei einem Podiumsgespräch. So habe sie ihre Relevanz und ihren Einfluss bei großen Unternehmen längst verloren. Für ihn als engagierten evangelischen Christen sei es ein Trauerspiel zu sehen, dass die Kirche die eigentlichen Chefetagen der Wirtschaft nicht mehr erreiche. 

Bedford-Strohm: Kirche bietet Unternehmern geistliche Heimat 
Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), widersprach. Die Kirche biete auch Unternehmern eine geistliche Heimat. Auch bei dem Kongress christlicher Führungskräfte seien viele Menschen anwesend, die sich im Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU) engagierten, und unternehmerisches Handeln sehr differenziert betrachteten. Die Kirche habe die Aufgabe, die klare Grundorientierung der Bibel ins Gespräch zu bringen. 

Top-Unternehmer: Gesellschaft und Kirchen urteilen oft zu schnell 
Einer der erfolgreichsten evangelischen Unternehmer in Deutschland – Friedhelm Loh (Haiger/Mittelhessen) – äußerte den Wunsch, dass die Kirchen erst tiefer in wirtschaftliche Prozesse eintauchen, bevor sie urteilen: „Nur wenn man in dem Teich schwimmt, spürt man die Temperatur. Um den Teich herumzustehen und zu urteilen, ist schnell passiert. Damit sollte man aber vorsichtig sein.“ Der Grad zwischen Korruption und Nichtkorruption etwa sei oft sehr eng. Die Friedhelm-Loh-Gruppe umfasst 78 Tochtergesellschaften und beschäftigt mehr als 11.500 Mitarbeiter, davon über 5.500 in Deutschland. 

Kongress-Vorsitzender: Führungskräfte sollen Botschafter Christi sein 
Der Vorsitzende des Kongresses christlicher Führungskräfte, Pastor Horst Marquardt (Wetzlar), forderte Führungskräfte in Wirtschaft und Politik dazu auf, „Botschafter Christi“ zu sein. Nach seinen Worten repräsentieren sich die Kirchen in Europa angepasst und sind eingeengt „unter der Glocke politischer Korrektheit“. Die Botschaft der Kirche sei undeutlich geworden, weshalb Kirche zunehmend bedeutungslos werden. 

Größter Kongress zum Thema Wirtschaft und Werte 
Der Kongress christlicher Führungskräfte gilt als größter Kongress zum Thema Wirtschaft und Werte im deutschsprachigen Europa. Seit 1999 findet er aller zwei Jahre statt. Ziel ist es, Christen in Führungspositionen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu leben. Veranstalter des Kongresses ist die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) in Kooperation mit der Firma „tempus Akademie & Consulting“ (Giengen bei Ulm) sowie eine breite Allianz aus Unternehmerverbänden, landes- und freikirchlichen sowie anderen christlichen Organisationen. 

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13.02.2017
Bayerischer Finanzminister Söder: Warum „Bayern zuerst“ für mich richtig ist

Es ist nicht verwerflich, wenn Amtsträger zuerst die eigene Ziel- und Wählergruppe im Blick haben und sich für sie verantwortlich fühlen. Diese Ansicht vertritt der Bayerische Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Markus Söder, in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Anlass ist der Kongress christlicher Führungskräfte, zu dem vom 23. bis 25. Februar rund 200 Aussteller und rund 3.000 Teilnehmer in Nürnberg erwartet werden.

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 „Jeder Bürgermeister kümmert sich zuerst um seine Stadt. Jeder Anwalt kümmert sich um seine Mandanten und jeder Pfarrer zuerst um seine Gemeindemitglieder“, sagte Söder. „Und so kümmere ich mich als Staatsminister zuerst um den Freistaat Bayern. Wer es anders macht, hat seinen Beruf verfehlt.“ Auf den Einwand, das klinge fast wie der Slogan des US-Präsidenten Donald Trump „Amerika zuerst“, erwiderte der Politiker: „Die Frisur ist in meinem Fall besser und ich teile viele Inhalte nicht.“

Keine Partei begegnet Flüchtlingen so „barmherzig“ wie die CSU

Söder verteidigte den Kurs der CSU: „Wir sind für eine Leitkultur bei der Integration der Flüchtlinge, eine Obergrenze bei der Aufnahme sowie für die generelle Sicherung unserer Landesgrenzen.“ Zugleich distanzierte er sich von der AfD: „Wir regieren mit einem hohen Maß an Humanität, aber auch mit Klarheit und der Gewährleistung staatlicher Ordnung. Die AfD dient vor allem als Fieberthermometer.“ Im Umgang mit Flüchtlingen gebe keine „barmherzigere“ Partei als die CSU: „Es gibt kein Bundesland, das mehr Geld für Flüchtlinge bereitstellt als der Freistaat Bayern. Während in Berlin Flüchtlinge über Nacht draußen campieren mussten, weil die Behörden es nicht besser organisieren konnten, hat bei uns jeder Flüchtling ein Dach über dem Kopf, bekommt anständig zu essen und wird medizinisch versorgt.“ Neben Barmherzigkeit brauche es Gerechtigkeit und Sicherheit.

Die Kirche darf nicht zur Ersatzpartei werden

Der Protestant Söder bekannte, dass die biblische Botschaft für ihn etwas Einzigartiges sei. Er wundere sich oft, dass sie „so müde“ vorgetragen werde: „Der christliche Glaube gibt uns die Möglichkeit zur Umkehr zu Gott – wenn nötig auch noch in der letzten Sekunde unseres Lebens. So eine Botschaft finde ich nirgendwo anders.“ Die Kirche muss nach Söders Worten aufpassen, dass sie nicht zu einer Ersatzpartei wird. Die Mehrzahl der Christen wünsche sich von ihrer Kirche nicht Parteipolitik, sondern eine geistliche Ausrichtung: „Warum ist in Buchläden die Nachfrage nach Esoterik so groß? Weil es ein Bedürfnis nach Spiritualität gibt. Die Aufgabe der Kirche ist es, dies mit der Botschaft des christlichen Glaubens zu füllen.“

Größter Kongress zum Thema Wirtschaft und Werte

Der Kongress christlicher Führungskräfte gilt als größter Kongress zum Thema Wirtschaft und Werte im deutschsprachigen Europa. Seit 1999 findet er alle zwei Jahre statt. Ziel ist es, Christen in Führungspositionen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu leben. „Vieles scheint heute dem Streben nach Gewinn- und Einkommensmaximierung zum Opfer gefallen zu sein“, erklärt der Kongressvorsitzende, Pastor Horst Marquardt (Wetzlar). „Wir sind überzeugt, dass wirtschaftliches Handeln eine christliche Wertegrundlage braucht, um leistungsfähig zu sein.“ Veranstalter des Kongresses ist die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) in Kooperation mit der Firma „tempus Akademie & Consulting“ (Giengen bei Ulm) sowie eine breite Allianz aus Unternehmerverbänden, landes- und freikirchlichen sowie anderen christlichen Organisationen.

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16.01.2017
Geschäftsführer des Weltwirtschaftsforums beim Kongress christlicher Führungskräfte

Der Zustand der Welt ist nicht so schlecht, wie er oft dargestellt wird. Diese Ansicht vertritt der Geschäftsführer der Stiftung Weltwirtschaftsforum, Philipp Rösler (Cologny/Schweiz), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Anlass ist das Weltwirtschaftsforum, zu dem vom 17. bis 20. Januar im schweizerischen Davos etwa 3.000 Konzernchefs, Wirtschaftsexperten sowie Staats- und Regierungschefs erwartet werden.

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Der Zustand der Welt ist nicht so schlecht, wie er oft dargestellt wird. Diese Ansicht vertritt der Geschäftsführer der Stiftung Weltwirtschaftsforum, Philipp Rösler (Cologny/Schweiz), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Anlass ist das Weltwirtschaftsforum, zu dem vom 17. bis 20. Januar im schweizerischen Davos etwa 3.000 Konzernchefs, Wirtschaftsexperten sowie Staats- und Regierungschefs erwartet werden. Dem früheren FDP-Bundesvorsitzenden zufolge ist die Weltgemeinschaft bei der Bekämpfung von Armut sehr erfolgreich. So sei der Anteil der Menschen, die an Hunger leiden, zwischen 1990 und 2015 mehr als halbiert worden. Durch globale Zusammenarbeit entstehe mehr Wohlstand als durch Abschottung. Sorge bereite ihm daher die Renationalisierung und der Protektionismus, also der Versuch von Staaten, ihren inländischen Markt zu schützen, indem sie ausländische Unternehmen durch Handelshemmnisse benachteiligen.

Warum Deutschland die Europäische Union braucht

Zur Krise in der Europäischen Union sagte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister (2011–2013), Deutschland dürfe nicht vergessen, dass es dank der Europäischen Union seit 72 Jahren in Frieden lebe. Eine so lange Zeit habe es in der deutschen Geschichte noch nie gegeben. Zudem profitiere die Bundesrepublik wie kein anderes Land vom europäischen Binnenmarkt. Ein großer Teil der deutschen Exporte gehe ins europäische Ausland. Deshalb habe Deutschland großes Interesse am Erhalt des Binnenmarktes und des Euro. Um die gemeinsame Währung zu erhalten, müssten die Länder der Europäischen Union alles daran setzen, ihre Finanzhaushalte stabil zu halten und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit durch Reformen zu verbessern. In Spanien, Portugal, Griechenland und Italien seien bereits zahlreiche Arbeitsmarktreformen umgesetzt worden, von denen man das noch vor wenigen Jahren nicht erwartet hätte.

Erst Davos, dann Nürnberg

Rösler ist einer der Hauptredner auf dem Kongress christlicher Führungskräfte. Vom 23. bis 25. Februar werden in Nürnberg rund 200 Aussteller und rund 3.000 Teilnehmer erwartet. Nach 2005 und 2011 ist der Kongress damit bereits zum dritten Mal in der Frankenmetropole zu Gast. Ziel des Kongresses ist es, Christen in Führungspositionen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu leben. „Vieles scheint heute dem Streben nach Gewinn- und Einkommensmaximierung zum Opfer gefallen zu sein“, erklärt der Kongressvorsitzende, Pastor Horst Marquardt (Wetzlar). „Wir sind überzeugt, dass wirtschaftliches Handeln eine christliche Wertegrundlage braucht, um leistungsfähig zu sein.“ Veranstalter des Kongresses ist die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) in Kooperation mit der Firma „tempus Akademie & Consulting“ (Giengen bei Ulm) sowie eine breite Allianz aus Unternehmerverbänden, landes- und freikirchlichen sowie anderen christlichen Organisationen.

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15.11.2016
In 100 Tagen startet Europas größter Wertekongress

Der Countdown läuft: Noch knapp 100 Tage bis zum 10. Kongress christlicher Führungskräfte in Nürnberg. Der Kongress, der seit 1999 alle zwei Jahre stattfindet, steht unter dem Motto „Mit Werten in Führung gehen“ und hat sich in den vergangenen Jahren zum größten Wertekongress im deutschsprachigen Europa entwickelt. Vom 23. bis 25. Februar 2017 werden dazu rund 200 Aussteller und rund 3.000 Teilnehmer erwartet. Nach 2005 und 2011 ist der Kongress damit bereits zum dritten Mal in der Frankenmetropole zu Gast.

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Der Countdown läuft: Noch knapp 100 Tage bis zum 10. Kongress christlicher Führungskräfte in Nürnberg. Der Kongress, der seit 1999 alle zwei Jahre stattfindet, steht unter dem Motto „Mit Werten in Führung gehen“ und hat sich in den vergangenen Jahren zum größten Wertekongress im deutschsprachigen Europa entwickelt. Vom 23. bis 25. Februar 2017 werden dazu rund 200 Aussteller und rund 3.000 Teilnehmer erwartet. Nach 2005 und 2011 ist der Kongress damit bereits zum dritten Mal in der Frankenmetropole zu Gast.

Mehr als 100 Referenten

Die Referentenskala umfasst etwa 100 Redner. Zu den bekanntesten gehören der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Prof. Dr. Michael Hüther, der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und jetzige Geschäftsführende Vorstand des Weltwirtschaftsforums in Davos, Dr. Philipp Rösler, der Ehrenpräsident des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektroindustrie, sowie der Inhaber der Friedhelm Loh Group, Dr.-Ing. E.h. Friedhelm Loh.

Indiens führender christlicher Intellektueller

Ein weiterer Top-Redner wird der Theologe, Philosoph und Sozialreformer Vishal Mangalwadi sein. Die renommierte US-Zeitschrift „Christianity Today“ beschrieb ihn als „Indiens führenden christlichen Intellektuellen“. Sein Thema: „So hat Europa Zukunft – Aufbruch zu den Wurzeln“. Der 66-Jährige wird aufzeigen, welche Bedeutung christliche Institutionen und Personen vom Mittelalter bis in die Neuzeit für Bildung, Technik, Wissenschaft und Menschenwürde sowie für das Sozial- und Gesundheitswesen hatten.

„Die Bibel als Herzstück der westlichen Kultur“

Bereits in seinem 2011 veröffentlichten und 2014 auf Deutsch erschienenem Werk „The Book that Made Your World: How the Bible Created the Soul of Western Civilization“ (deutsch: Das Buch der Mitte: Wie wir wurden, was wir sind – Die Bibel als Herzstück der westlichen Kultur) warf er einen kritischen Blick auf den Westen. Er wirft ihm vor, die Bibel als sprachbildende und kulturprägende Offenbarung Gottes nicht mehr ernst zu nehmen und damit sein eigenes Fundament zu zerstören.

Vorträge und Seminare zu einem breiten Themenspektrum

Das Themenspektrum des Kongresses reicht von nachhaltiger Unternehmensführung über Industrie 4.0 bis hin zum Finden qualifizierter Mitarbeiter, dem Generationswechsel im Familienunternehmen, Wirtschaftskriminalität sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zusätzlich zu den Plenums-Vorträgen werden in Seminaren mit erfahrenen Experten etwa Fragen zur Unternehmens- und Mitarbeiterführung, Wirtschaftsethik, Persönlichkeit oder zu effektiven Arbeitstechniken behandelt.

Werte beim Namen nennen

Ziel des Kongresses christlicher Führungskräfte ist es, Christen in Führungspositionen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu leben. „Vieles scheint heute dem Streben nach Gewinn- und Einkommensmaximierung zum Opfer gefallen zu sein“, erklärt der Kongressvorsitzende, Pastor Horst Marquardt (Wetzlar). „Wir sind überzeugt, dass wirtschaftliches Handeln eine christliche Wertegrundlage braucht, um leistungsfähig zu sein.“

Verantwortlich vor Gott und den Menschen

Christen wüssten, dass sie all ihr Tun nicht nur vor Menschen, sondern auch vor Gott zu verantworten hätten. Daraus folgten Werte wie Respekt, Vergebung, Loyalität, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit oder Nachhaltigkeit. Veranstaltet wird der Kongress von der Evangelischen Nachrichtenagentur idea e.V. (Wetzlar) in Kooperation mit der Firma „tempus Akademie & Consulting“ (Giengen bei Ulm) sowie einer breiten Allianz aus Unternehmerverbänden, landes- und freikirchlichen sowie anderen christlichen Organisationen.

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25.05.2016
„Indiens führender Intellektueller“ 2017 zu Gast in Nürnberg

Die renommierte US-Zeitschrift „Christianity Today“ beschrieb ihn als „Indiens führenden christlichen Intellektuellen“. Die Rede ist von dem Theologen, Philosophen und Sozialreformer Vishal Mangalwadi. Der 66-Jährige, der unter anderem als Professor für angewandte Theologie am Sam Higginbottom-Institut für Landwirtschaft, Technik und Wissenschaft in Allahabad (Indien) tätig ist, wird einer der Hauptredner beim Kongress christlicher Führungskräfte vom 23. bis 25. Februar 2017 in Nürnberg sein.

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Die renommierte US-Zeitschrift „Christianity Today“ beschrieb ihn als „Indiens führenden christlichen Intellektuellen“. Die Rede ist von dem Theologen, Philosophen und Sozialreformer Vishal Mangalwadi. Der 66-Jährige, der unter anderem als Professor für angewandte Theologie am Sam Higginbottom-Institut für Landwirtschaft, Technik und Wissenschaft in Allahabad (Indien) tätig ist, wird einer der Hauptredner beim Kongress christlicher Führungskräfte vom 23. bis 25. Februar 2017 in Nürnberg sein. Sein Thema: „So hat Europa Zukunft – Aufbruch zu den Wurzeln“. Mangalwadi wird aufzeigen, welche Bedeutung christliche Institutionen und Personen vom Mittelalter bis in die Neuzeit für Bildung, Technik, Wissenschaft und Menschenwürde sowie für das Sozial- und Gesundheitswesen hatten. Bereits in seinem 2011 veröffentlichten und 2014 auf Deutsch erschienenem Werk „The Book that Made Your World: How the Bible Created the Soul of Western Civilization“ (deutsch: Das Buch der Mitte: Wie wir wurden, was wir sind – Die Bibel als Herzstück der westlichen Kultur) warf er einen kritischen Blick auf den Westen. Er wirft ihm vor, die Bibel als sprachbildende und kulturprägende Offenbarung Gottes nicht mehr ernst zu nehmen und damit sein eigenes Fundament zu zerstören.

Der größte Wertekongress im deutschsprachigen Europa

Der Countdown läuft: Noch neun Monate bis zum 10. Kongress christlicher Führungskräfte. Der Kongress, der seit 1999 alle zwei Jahre stattfindet, steht unter dem Motto „Mit Werten in Führung gehen“ und hat sich in den vergangenen Jahren zum größten Wertekongress im deutschsprachigen Europa entwickelt. Im Februar 2017 werden dazu in Nürnberg rund 3.000 Teilnehmer und 200 Aussteller erwartet. Nach 2005 und 2011 ist der Kongress damit bereits zum dritten Mal in der Frankenmetropole zu Gast.

Werte beim Namen nennen

Ziel des Kongresses christlicher Führungskräfte ist es, Christen in verantwortlichen Positionen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu leben. „Vieles scheint heute dem Streben nach Gewinn- und Einkommensmaximierung zum Opfer gefallen zu sein“, erklärt der Kongressvorsitzende, Pastor Horst Marquardt (Wetzlar). „Wir sind überzeugt, dass wirtschaftliches Handeln eine christliche Wertegrundlage braucht, um leistungsfähig zu sein.“ Von Werten sei zwar überall die Rede, aber der Begriff sei inzwischen so verwaschen, dass meist offenbleibe, welche Werte gemeint sind. Christen wüssten, dass sie all ihr Tun nicht nur vor Menschen, sondern auch vor Gott zu verantworten hätten. Daraus folgten Werte wie Respekt, Vergebung, Loyalität, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit oder Nachhaltigkeit. Veranstaltet wird der Kongress von der Evangelischen Nachrichtenagentur idea e.V. (Wetzlar) in Kooperation mit der Firma „tempus Akademie & Consulting“ (Giengen bei Ulm) sowie einer breiten Allianz aus Unternehmerverbänden, landes- und freikirchlichen sowie anderen christlichen Organisationen. 

I N T E R V I E W 

Herr Mangalwadi, in Ihrem Buch The Book that Made Your World: How the Bible Created the Soul of Western Civilizationsagen Sie, die Bibel sei gewissermaßen das Fundament des Westens. Warum ist die Bibel und das jüdisch-christliche Erbe in Ihren Augen so wichtig gerade für den Westen?

Vishal Mangalwadi: Die Bibel hat die DNA des Westens geformt. Dazu gehört auch die besondere Fähigkeit, sich des menschlichen Verstandes zu bedienen. Das heißt, die Bibel hat das Verständnis von Gott, dem Menschen, der Natur, der Familie, der Nation und der Kirche geprägt.

Gott ist ein persönlicher Gott, der uns liebt, mit uns kommuniziert, aber auch straft. Er kann – als Antwort auf unsere Gebete – uns, die Natur und die Geschichte verändern. Der Mensch ist nach biblischem Verständnis vom Rest der Schöpfung zu unterscheiden. Er ist nach Gottes Ebenbild geschaffen, weshalb jeder Mensch mit einer unveräußerlichen Würde und mit Grundrechten ausgestattet ist. Die Natur ist von Gott geordnet erschaffen und wird nach seinen Gesetzen regiert. Der Mensch darf sich an ihr erfreuen, muss sie aber auch bewahren.

Die Familie ist das Ebenbild des dreieinigen Gottes. Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ist die angemessene Beziehung. Kinder sind ein Geschenk Gottes. Die Familie ist Gottes Charakterschule in Liebe und Gehorsam. Die Nation ist eine Schöpfung Gottes – im Gegensatz zu den säkularen Weltreichen, die von Menschen erschaffen sind. Eine Nation ist laut 1. Mose 10 ein souveränes Volk, das über ein bestimmtes Territorium regiert und eine eigene Sprache spricht. Die Kirche ist das Haus Gottes unter der Führung Jesu. Sie ist Grundlage und Pfeiler der Wahrheit (1. Timotheus 3,15). Und sie ist Werkzeug, um Menschen in die Nachfolge zu rufen, sie zu heilen und Nationen zu segnen.

Durch die Verbreitung dieser biblischen Lehren hat die Kirche maßgeblich dazu beigetragen, den vormals unzivilisierten und barbarischen Westen in die am meisten gebildete und ethisch nicht zu übertreffende Zivilisation zu verwandeln mit gesunden, erfolgreichen und freien Bürgern in starken Nationen.

Traurige Wahrheit ist, dass immer mehr Europäer aus der Kirche austreten. Nur noch eine Minderheit weiß, was in der Bibel steht. Ist das das Todesurteil für Europa?

Ja. Gerade weil die Bibel die Quelle für den Erfolg des Westens ist, kommt eine Verwerfung biblischer Inhalte einer Amputation der westlichen Seele gleich. Der Westen schneidet sich von seinen Wurzeln ab.

Es ist offensichtlich, dass es ohne die Bibel keine intellektuelle Grundlage dafür gibt, an die Gleichheit aller Menschen oder an unveräußerliche Lebens- und Freiheitsrechte zu glauben.

Der säkulare Westen hat kein philosophisches Fundament für sein Vertrauen, mit dem Verstand Wahrheit und Moral erkennen zu können.

Die säkulare Bildung allein vermag den Charakter junger Menschen nicht auszubilden. Der Westen ist zunehmend nicht mehr in der Lage, Ehen zu erhalten und starke Kinder zu erziehen. Deshalb hat die Welt auch immer weniger Grund, dem Westen als einer ethischen Gesellschaft zu vertrauen, die der Wahrheit verpflichtet ist. 

Die Flüchtlingskrise stellt Europa und besonders Deutschland vor eine riesige Herausforderung. Die Mehrheit der Menschen, die kommen, sind Muslime. Was trägt in Ihren Augen eher zur Integration bei – religiöse Toleranz oder ein deutlicher Hinweis auf die jüdisch-christlichen Wurzeln der westlichen Kultur?

Der Islam hat sich Mohammeds Schwert als Zeichen gewählt, der Westen das Kreuz von Jesus Christus. Das Kreuz steht als Symbol dafür, andere durch selbstaufopfernde Liebe zu retten. Nur so war der Westen in der Lage, seine Traditionen religiöser Intoleranz hinter sich zu lassen und die anderen als wertvolle und geliebte Geschöpfe Gottes anzusehen.

Während viele Muslime die westliche Idee von Toleranz und Menschenrechten durchaus sympathisch finden, hat sich der Islam als unfähig erwiesen, Toleranz als öffentliche Politik zu institutionalisieren. Der Säkularismus gilt als christlicher Irrglaube. Und als solchen betrachtet der Islam auch die christliche Idee von Menschenwürde, Menschenrechten, Gleichheit und Toleranz.

Jetzt, da die muslimischen Flüchtlinge in Europa sind, muss die Kirche ihr Kreuz auf sich nehmen und den Menschen dienen, die der Herr der Geschichte zu ihnen geführt hat. Werden einige Muslime im Westen Anschläge verüben? Ja, wahre Muslime werden auch weiterhin mit dem Schwert leben. Christen haben mit dem Kreuz zu leben.

Vielen Dank!

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Pressekontakt

Kongress christlicher Führungskräfte
Steinbühlstraße 3 · 35578 Wetzlar

Matthias Pankau

Pressesprecher des Kongresses

T: 0173 6744485
F: 06441 915-228